Peacefood – natürlich kochen, friedlich essen

Im August hatte ich die Gelegenheit, an einem Peacefood-Kochkurs im Coworking M1 in Mainz teilzunehmen – eine kulinarische Entdeckungsreise vom Feinsten!

Wie schon aus dem Titel hervorgeht, stand Frisches und Natürliches auf dem Programm. Ein großer Teil des Gemüses stammt direkt vom Feld. Der Kochabend war inspiriert von der ayurvedischen Küche, in der die Gerichte alle Geschmacksrichtungen zum Vorschein bringen. Unfassbar, aber in jedem unserer vier Gänge konnte ich jede Nuance herausschmecken – ob scharf, süß, salzig, bitter …

Peacefood Kochkurs Mainz

Getreu dem Motto „Du bist, was du isst“, war Koch, Pâtissier und Yogalehrer Felix Blum an der Front und webte Geschichten rund um Vor- und Zubereitung von Essen, das nährt und mit Leidenschaft und Freude zubereitet wird. Dabei ließ er seine persönlichen Erfahrungen als Koch, vor allem aber als Freund des Yoga einfließen.

Die Atmosphäre war locker, entspannt, inspirierend und kreativ. Felix hat uns angeleitet und gleichzeitig dazu animiert, der eigenen Intuition zu folgen. Wenn etwas anderes gefühlt besser zueinander passt – kombiniere neu, probiere aus, schmecke ab, bleibe offen.

Zur Begrüßung gab es Detox-Wasser mit Ingwer, Zitrone und Minze für uns. Genau das Richtige bei den sommerlichen Höchsttemperaturen. Während Felix uns einen Überblick über den Abend gab, durften wir seinen Smoothie trinken, der unsere Geschmacksknospen auf die ayurvedische Küche einstimmte. Ich bin wirklich kein Fan von Fenchel, und er schmeckte aus dem Smoothie hervor. Wie auch die Schärfe des Ingwer. Aber in der Kombination war auch das genau passend zur Einstimmung auf das Kochen in natürlicher Vielfalt.

Peacefood Kochkurs Mainz

Aufgeteilt auf die vier Gänge – jeder für sich eine bunte Mixtur kreativ miteinander verbundener Zutaten wie beispielsweise Linsenbett mit Avocadocreme und Sprossen an scharfer Creme mit Granatapfel und Spieß mit gerösteter Nektarine und Radicchio – haben wir uns in Paaren an die Vorbereitung des Essens gemacht. Es wurde gewaschen, geschnippelt und gemixt. Und wo der Quinoa nicht mehr auffindbar war, kamen eben kurzerhand Linsen zum Einsatz. Eine freie Neuinterpretation des geplanten Ganges. Das Anrichten hatte etwas Meditatives. Denn hier bist Du völlig im Moment und gehst friedlich genau dieser Tätigkeit nach.

Du hast täglich die Chance, Deinem Körper und Deiner Seele etwas Gutes zu tun. Wie Felix erinnerte: dreimal am Tag! Mindestens drei Gelegenheiten am Tag also, zu denen Du Dich friedlich dem Essen widmen kannst. Rausziehen aus der Schnelligkeit und den tausend Verpflichtungen, aus der Hektik und Unruhe, mal innehalten und dem Körper das Beste zuführen, um ihm alles zu geben, was er braucht, um zu „funktionieren“, um sich wohl zu fühlen und Dich dauerhaft und zuverlässig durchs Leben zu begleiten. Denn eins ist sicher: Dein Körper ist der Einzige, der tatsächlich von der ersten bis zur letzten Stunde Dein ständiger Begleiter ist. Quälst Du ihn, schimpfst Du auf ihn, fütterst Du ihn zu oft mit Müll, wirkt sich das nachhaltig auf Gemüt und Gesundheit aus.

 

Schreib als Erster einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.