„Ja zur Liebe und zum Licht“: Sandra Krensel im Porträt

Ich freue mich außerordentlich über dieses neue Porträt auf Lebensflow! Künstlerin, Designerin und Yogini Sandra Krensel von Sitara Design hat ausführlich und sehr ehrlich auf meine Fragen geantwortet. Entstanden ist ein – wie ich finde – absolut inspirierendes Porträt.

Als Künstlerin, Designerin und Yogini arbeitest Du sehr intuitiv. Was bedeutet für Dich persönlich Intuition?

Intuition ist das, was mich inspiriert. Es ist das Bauchgefühl, der schnelle Gedankenblitz oder auch die innere Stimme. Unsere Intuition führt uns, sie weiß, was in uns steckt, was gut und richtig für uns ist oder was wir gerne mögen.

Intuition ist für mich, wie vor einer nackten Leinwand zu stehen. Ich tauche ein, ohne nachzudenken und lass mich treiben. Nicht der Kopf entscheidet, welche Farben ich nehme und miteinander kombiniere, sondern meine Intuition. Mein Bauch, mein Herz führen mich. Das, was mich anzieht, ist richtig.

Dein eigenes Business nennt sich „Sitara“. Was hat es damit auf sich?

Der Name Sitara findet seinen Ursprung im Indianischen Wort für Morgenstern. Als Morgenstern gilt die Venus, hell strahlend und lange sichtbar, bevor die Sonne aufgeht. Die Venus inspiriert wiederum und schenkt uns Elemente der Schönheit. Als genau das verstehe ich auch mein Business Sitara: Ein leuchtender Wegweiser zu sein, um Klarheit in den eigenen Gedanken zu finden, Dunkelheit ins Licht zu wandeln, Perspektiven zu wechseln, Visionen zu erkennen und Ideen strahlend schön umzusetzen.

Sitara Kartenset

In Deinem Sitara Business Flow-Kurs sprichst Du davon, dass jeder sein eigenes Abenteuer finden soll. Was ist Dein Abenteuer und wie bist Du ihm auf die Spur gekommen?

Ich stecke noch immer mittendrin in meinem Abenteuer und ich hoffe, es hört niemals auf. Es ist eine aufregende und spannende Reise, die mich zu dem führt, was ich wirklich machen möchte, nämlich andere zu inspirieren, ihr bestes Leben und Business zu leben, Ideen umzusetzen – Schritt für Schritt, mutig zu sein und neugierig und dabei hell zu strahlen.

Lange Zeit habe ich als freie Grafikdesignerin gearbeitet und immer mehr gemerkt, die festgefahrenen Strukturen in vielen Firmen, die Angst, die sich bei den Menschen durchzieht, die Unsicherheiten und Kämpfe sind ermüdend und bringen niemanden weiter. Ich hatte immer schon eine Verbindung zu den Engeln und Lichtwesen und habe gespürt, hier kann ich Veränderungen schenken. Ich kann ein Business haben, was erfolgreich ist und welches durchzogen ist von Liebe, Freude, Sicherheit und Unterstützung. Außerdem habe ich gemerkt, dass mich das reine Grafikdesign nicht mehr erfüllt.

Also habe ich mich meinen Ängsten gestellt und mein Business komplett umgestellt, verändert und ich weiß, es ist noch nicht fertig. Auf meinem Abenteuer begegnen mir auch jetzt immer wieder wilde Tiere und oft auch Wege, die undurchdringbar erscheinen. Ich schöpfe viel Kraft daraus, dass ich daran glaube, dass ich alles in etwas Schönes wandeln und aus einer Situation immer etwas lernen kann. Flexibilität ist dabei für mich wichtig: „Welche Möglichkeiten gibt es noch?“ Diese Frage stelle ich mir immer wieder.

Nachdem ich den ersten Schritt gegangen bin und mein Grafikagentur-Business losgelassen habe, waren vor allem Familie und Freunde überrascht und teils unverständig – warum bloß all das Geld und die Sicherheit aufgeben. Ja, die Zeit danach war nicht immer leicht, manchmal voller Tränen und Zweifel. Doch in meinem Herzen wusste ich, es ist der richtige Weg, ein Weg, der mich auch wieder in meine Sicherheit bringen wird und in eine tiefere Verbindung. Und so kann ich nach über einem Jahr in diesem spannenden Spirit-Abenteuer anderen Mut machen, dem eigenen Herzen zu folgen, Schatten mit Licht zu berühren, zu vergeben und Kreativität zu entfachen. Ich lebe meine Spiritualität und Kreativität, während ich Frauen dabei begleite, ihre Geschenke des Lebens auszupacken, mutig den eigenen Weg zu gehen und ihr Leben und ihr Business mit Seele und Persönlichkeit zu füllen. Manchmal sehe ich mich als Hebamme (lustigerweise wollte ich das als Kind immer werden, da wusste ich aber nicht, wie ich das mit meiner kreativen Seite verknüpfen kann.), die begleitet, anfeuert, da unterstützt, wo es notwendig ist und ansonsten Mut macht, dem eigenen Prozess zu folgen. Wir alle tragen ein natürliches Wissen in uns und können uns daran erinnern und daraus schöpfen.

Sandra Krensel

Wenn ich Dein Business als Außenstehende betrachte, kommen mir sofort Begriffe wie Kreativität, Intuition, Authentizität, Weiblichkeit und Spiritualität in den Sinn. Was waren für Dich die wichtigsten Etappen auf dem Weg zu Deinem jetzigen Sein – sowohl beruflich als auch persönlich, wenn sich das überhaupt so trennen lässt?

Mein Herz hüpft sehr, weil Du das so wahrnimmst – denn es ist das, was ich aus tiefsten Herzen lebe und spüre.

Und tatsächlich lässt sich das berufliche und private – wunderbarerweise – nicht mehr wirklich trennen. Meine Persönlichkeit belebt mein Business und macht es auch einzigartig. Ich bin so wie ich bin – mit Tunika zu Cowboy-Stiefeln, Yogahose und nackten Füssen. Ein großer Schritt war sicher, aus der Industrie – meiner sicheren Marketing-Position –  auszusteigen und wirklich meins zu machen.

Immer fasziniert war ich von den Möglichkeiten der inneren Reisen, habe hier viele Ausbildungen gemacht und noch mal mehr eigene Wege erkundet. Sehr geprägt hat mich meine Huna-Ausbildung bei Jeanne Ruland und die Lomi Lomi und Angel-Touch-Ausbildung bei Karina Wagner. Das war pures Zurückerinnern und altes Wissen wiederentdecken.

Ich liebe die Verbindung verschiedener Elemente und genieße den Fluss des Lebens. Yoga hat bei mir auch so viel bewegt und bewegt es immer noch. Nicht danach zu streben, in einen Handstand zu kommen, sondern immer weicher im Körper zu werden, liebevoll zu sein und verspielt in den Bewegungen und dem, was ich fühle und was mir im jetzigen Moment gut tut.

Trotzt aller Engeln und Lichtwesen, trotz der Liebe zum Licht, war mein Leben sehr lange von tiefem Schmerz geprägt. Ich habe schlimme Dinge erlebt und gesehen. Und so weiß ich, wie heilsam es ist, Licht in die Dunkelheit zu bringen, immer wieder. Sich aus alten Fesseln zu befreien, zu vergeben und loszulassen. Und immer wieder Ja zur Liebe und zum Licht zu sagen, vor allem zur Liebe zu sich selber. Das prägt sehr mein heutiges Sein, mein Leben und mein Tun. Ich kenne mich in der Dunkelheit sehr gut aus und so weiß ich viele Wege heraus und bin überzeugt, dass jeder einen Weg für sich selber finden kann, der genau richtig ist. Mich immer wieder auf das Schöne zu konzentrieren, auf das Wunder, die Magie, prägt mich sehr und das teile ich von Herzen.

Deine Malereien wirken auf mich persönlich mal weich, zart und vorsichtig, mal lebendig, wild und mutig. Woher nimmst Du die Inspiration für neue Kunstwerke und Vorhaben?

Meine Inspirationen nehme ich aus meinen Visionen und Träumen. Ich fühle mich sehr verbunden mit den Indianern, den Sternen, Atlantis, mit heiliger Geometrie und anderen Elementen. Und die Natur schenkt uns so viel Schönheit, sie ist voller Symbole und Muster und ich entdecke immer wieder Farben und auch Gegensätze hier, die mich berühren. Für mich spiegeln die Bilder das Leben wider. Genau wie Du schreibst, mal benötigen wir für unsere Seele etwas Weiches, Zartes – mal ist es wichtig Kraft zu spüren und die Lust der Leidenschaft zu entfachen. Oft bekomme ich einen Impuls und das bringt meine Struktur zum Klingen. Es ist, als würde mein Körper vibrieren und dann öffnet sich der Flow. Ich bin immer wieder voller Demut und Dankbarkeit, wenn ich später das Bild fertig sehe. Bei mir verknüpfen sich schnell Elemente miteinander, das ist wie ein Feuerwerk, und so wird aus einem kleinen Impuls meist etwas Größeres als ich selber am Anfang gedacht habe.

Sandra Krensel

Welchen Stellenwert hat Yoga in Deinem Leben?

Yoga ist für mich nicht wegzudenken. Ich liebe es, meinen Körper zu bewegen, die fließenden Bewegungen zu spüren und der Ruhe und Atmung in mir zu folgen. Es ist mein Start in den Tag, der mir Kraft und Ruhe schenkt, bevor der bunte Alltag auf mich wartet. Begonnen hat meine Liebe zum Yoga allerdings wenig schillernd. Als junge Frau prognostizierten mir die Ärzte aufgrund meiner schiefen Wirbelsäule einen Buckel bis zu meinem 30. Lebensjahr. Verhindern könne das nur regelmäßiges Schwimmen. Ich quälte mich also ins Schwimmbad, obwohl sich alles in mir dagegen sträubte. Ich fand es schrecklich und war schnell davon überzeugt, dass Bewegung auch Spaß machen darf und es etwas geben muss, was keine Überwindung verlangt. Seitdem begleitet mich Yoga. Zuerst als Ersatz für das verhasste Schwimmen und nach kurzer Zeit schon als inspirierende Leidenschaft und festes Ritual.

Auch hier gehe ich immer mehr meinen Weg, je weicher, fließender mein Yoga ist, umso glücklicher werde ich. Und dieser Impuls darf aus dem Innersten kommen und diesem folge ich dann. So ist auch mein Stil, wenn ich Yoga in Workshops und Ausbildungen unterrichte. Ich möchte dazu einladen, sich wirklich zu spüren und in die eigene Schwingung auf allen Ebenen zu kommen.

Wie sieht ein idealer Tag für Dich aus?

Yoga in den ersten Sonnenstrahlen des Tages hinein. Danach noch Zeit auf meiner Matte mit einem Kaffee oder Tee in mein Journal zu malen und einfach noch ein wenig zu träumen. Und dann einfach zu fließen mit dem, was kommt. Auf alle Fälle etwas zu gestalten, etwas Neues zu kreieren und zur Welt zu bringen, sei es beim Malen oder Schreiben oder bei anderen Dingen. Zeit für Experimente zu haben und ingesamt viel Raum und Platz um mich herum, gerne in der Natur oder mit viel Licht und Blumen. Feines Essen, was mir in dem jeweiligen Moment gut tut, ist sehr wichtig.

Ich bin so gerne alleine, ich liebe die Freiheit alleine zu sein und eben meinem eigenen Rhythmus folgen zu können. Und auf der anderen Seite liebe ich den Austausch mit anderen. Mir liegt es sehr am Herzen, egal ob man sich persönlich sieht oder online trifft, Nähe und Verbindung zu haben. Ideal ist ein Abend mit schönen Gesprächen, mit Sternenträumen und einem Glas Wein dazu. Ich bin ein absoluter Genussmensch.

Jeder von uns hat Momente, wo er seinen Energiehaushalt auffüllen muss. Bei welcher (Un-)tätigkeit tankst Du auf?

Ich arbeite in meinem Flow, gönne mir immer Zeiten zum Auftanken – sei es täglich mit meiner Hündin draußen im Wald, beim Yoga oder einer Runde Tagträumen auf dem Sofa oder einfach nur Journaling, ohne dass daraus etwas entstehen muss.

Ich versuche, immer wieder während jedes Tages aufzutanken. Zum Beispiel, indem ich um mich herum eine inspirierende Umgebung schaffe, in der ich mich wohlfühle. Und ich gewinne neue Energie, wenn ich spüre, ja, da entsteht etwas Neues, da entsteht etwas Magisches.

Was würdest Du gern noch ausprobieren in Deinem Leben?

Ich möchte unbedingt noch Schmuck herstellen, habe auch schon alles Material zu Hause, samt einem kleinen Ofen. Außerdem möchte ich mehr in die Alchemie der Farben und Stoffe eintauchen, das finde ich mega spannend. Ich würde gerne die magischen Plätze von Irland, Wales, Schottland und anderen heiligen Städten in diesem Leben spüren und erleben. Und ich möchte mein Business vergrößern. Ich möchte ein Umfeld schaffen, bei dem es nicht wichtig ist, welchen Schulabschuss, Ausbildung oder soziales Umfeld jemand hat, sondern, ob jemand mit Leidenschaft und Freude dabei ist. Ich möchte einen Raum öffnen, in dem sich jeder entfalten und wachsen kann, in dem Vertrauen, Leichtigkeit und Freude an höchsten Stellen stehen und in dem es wirklich ein Gefühl der Gemeinschaft gibt, denn das lässt uns alle die Welt bunter, herzlicher und schöner machen.

Vielen Dank, liebe Sandra!

 

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