Catch your day: mit Achtsamkeit schöne Momente erkennen

Dem Tag mit Achtsamkeit begegnen? Kein leichtes Unterfangen. Die Momente eines Tages ziehen gern mal recht emotionslos an einem vorbei. Aber wehe, ein wichtiger Termin steht an und die Bahn hat Verspätung, dein Chef macht dich zur Socke oder du bekommst überraschend einen Heiratsantrag. Da kommt die Gefühlswelt ordentlich in Wallung – je nach Erlebnis im positiven oder im negativen Sinne.

Wann erinnern wir uns besonders gut?

Überbordende Begeisterung, unbändige Leidenschaft, tiefe Trauer oder rauschhafter Genuss: Je mehr Emotionen im Spiel sind, desto besser erinnern wir uns.

Wenn wir diese Situationen innerlich erneut abrufen, kann uns der gleiche Glückstaumel oder die bekannte Angst übermannen. Die Gefühlslage dieser Momente ist wieder präsent. Vielleicht auch verbunden mit den Gerüchen, Temperaturen, Geräuschen oder Farben dieses Moments. Sehr traumatische Erlebnisse hingegen kann der Körper aus Selbstschutz aus dem Bewusstsein löschen.

Warum nur haben viele Menschen den Eindruck, sich besonders an negative Erlebnisse erinnern zu können? Gefühle wie Angst, Wut oder Trauer sind sehr machtvoll und speichern sich in uns ab. Nimmt dir jemand die Vorfahrt und es kommt zu einem Beinaheunfall, wird dir dieses Erlebnis im Straßenverkehr wesentlich stärker in der Erinnerung bleiben als wenn dich jemand freundlich vorbeilässt. Faktenwissen lernt sich grundsätzlich auch besser, wenn wir es schaffen, es mit Emotionen zu beleben.

Erkennt unser Gefühlszentrum im limbischen System eine Situation als sehr positiv oder negativ, werden wir mit Botenstoffen wie Dopamin, Serotonin oder Noradrenalin geflutet. Sie übertragen die Signale zwischen den Nervenzellen. Aber Achtung: Wird Stress chronisch, können Nervenzellen absterben. Besser ist es da, sich an die einmaligen positiven Erlebnisse zu erinnern!

Tagesform

Du kommst von der Arbeit nach Hause und sagst: „Das war ein besch … Tag heute!“. Oder du verschläfst, schlingst dein Brötchen runter, rennst zur Bahn, kommst gehetzt im Büro an und denkst: „Der Tag hat ja ganz toll angefangen. Das kann heute nichts mehr werden.“

Hast du das schon mal erlebt? Entweder an dir selbst oder an Freunden, Kollegen?

Der Tag hat 24 Stunden. Gut, etwa ein Drittel davon „verschlafen“ wird. Bleiben noch rund 16 Stunden übrig. Mit einem unangenehmen Tageserlebnis im Gedächtnis, verändern sich die Gefühle. Diese wiederum senden ein Signal ans Gehirn. Das positioniert sich in Erwartung an das nächste Drama und richtet deine Aufmerksamkeit entsprechend aus. Du bist sensibilisiert und hältst unbewusst Ausschau nach einer Bestätigung deiner momentanen inneren Haltung.

Dabei würde ich wetten, dass selbst an einem Tag, der mies startet oder an dem du ein frustrierendes Erlebnis verarbeiten musst, trotzdem schöne Momente passieren. Sie sind halt nicht mit diesen starken Gefühlen belegt und fliegen deswegen unter dem Radar.

Immer mal wieder Momente des Tages achtsam zu erleben, kann helfen das Bewusstsein zu lenken und die positiven Erlebnisse aufzusagen. Das stärkt für die Herausforderungen des Lebens.

Schöne Momente festhalten

Um deiner Erinnerung auf die Sprünge zu helfen und um dein Bewusstsein umzupolen ist es nützlich, sich die schönen (kleinen) Erlebnisse zu notieren. Am besten täglich. Und am besten als Ritual etablieren, das mindestens drei Monate halten darf. Denn mit dieser Routine schulst du deine Wahrnehmung und erkennst auch die kleinen Wunder des Alltags. Das bedeutet keinesfalls, unangenehme Situationen zu verdrängen, herausfordernde Momente zu vermeiden oder die Realität schönzureden! Es gehört alles dazu. Aber die kleinen Glücksmomente sind eben auch ein Teil unserer Realität (ein Glück!) und machen das Leben so lebenswert. Es wäre zu Schade, sie zu verpassen, weil das Unterbewusstsein auf Empfang für die nächste Katastrophe steht.



Catch your day mit „Daycatcher“
– mit freundlicher Unterstützung der Universität St. Gallen {Anzeige}

Eine Projektgruppe der Universität St. Gallen hat dazu eine hilfreiche Plattform entwickelt: Daycatcher. Sie funktioniert wie ein Online-Journal, in das du dein Highlight oder deine Highlights des Tages eintragen kannst – mit Bild, um die Erinnerung zu visualisieren. Das Angebot ist eine Einladung an uns, möglichst achtsam zu sein, Momente als Geschenk zu erkennen und dankbar für die Wunder des Lebens zu sein.

Ich gehöre zu jener Spezies, die gern mit der Hand schreibt. Den Kalender in meinem Smartphone führen? Undenkbar für mich! Meine Termine, Ideen und Erlebnisse möchte ich per Hand schreiben, ich möchte durchstreichen, kritzeln und malen. Das sortiert mich.

Nun aber bin ich angefixt durch Daycatcher. Schnell eingeloggt und ein paar Zeilen zu meinem Tag oder zu meiner Woche verfassen; vielleicht ein passendes Foto hochladen – und bei Lust und Laune in Kommunikation mit anderen „Daycatchern“ kommen. Möchte ich meine Tagebucheinträge (= Catches) privat lassen, wähle ich den Privatmodus. „Daycatchen“ macht Spaß, schult die eigene Wahrnehmung und animiert, genauer hinzusehen.

Daycatcher ist ansprechend designed und funktioniert ganz intuitiv. Es gibt eine deutsche und eine englische Version. Du kannst Daycatcher kostenlos nutzen, dann aber keine Einträge sichtbar machen oder kommentieren. Diese Funktionen sowie die Teilnahme an Quests (= Challenges) bleiben den Vollmitgliedern (52,- CHF/Jahr) vorbehalten.

SEI DABEI: Teste Daycatcher und fange deine Highlights ein

Mit dem Voucher lebensflow2019 kannst du Daycatcher ab dem Datum der Einlösung für sechs Monate als Vollmitgliedschaft nutzen. Einlösbar ist der Code bis zum 31. Dezember 2019.

Was sind die Highlights deines Tages?

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