Einfach meditieren – 7 Tipps, wie es leichter geht als Du denkst

Meditation hat sein Leben verändert. Und er wird die Welt verändern. Doch davon ahnte der 21-Jährige noch nichts, als er von seiner Indien-Reise zurückkehrt. Wieder daheim in San Francisco findet er heraus, dass Meditation bereits in den Vereinigten Staaten angekommen ist.

Er liest das Buch Zen Geist, Anfänger Geist von Shunryu Suzuki. Zen-Meditation fasziniert ihn so sehr, dass er eine Zeit lang darüber nachdenkt, in ein Zen-Kloster zu gehen. Doch er landet in Silicon Valley.

Sein Name: Steve Jobs. Was viele Menschen nicht wissen: Der ehemalige Apple-Chef, den viele Menschen als Inbegriff von Genialität und kreativer Schöpferkraft verehren, hat seinen Geist trainiert. Meditation hilft ihm, Stress zu reduzieren und sich mit der Schärfe eines Messers auf das Wesentliche zu fokussieren.

Warum Meditation lernen

Steve Jobs ist nur ein Beispiel. Oprah Winfrey, Cameron Diaz, Katy Perry oder Sheryl Crow – das sind nur einige wenige prominente Namen, auf die ich bei der Recherche für diesen Artikel gestoßen bin. Die Liste ließ sich noch lange fortsetzen.

Sie alle haben erkannt, dass es sich lohnt zu meditieren – auch wenn der Terminkalender voll ist.

Denn Meditation kann Dir helfen, Stress zu reduzieren, effektiver und kreativer zu arbeiten, Dich zentrierter und ausgeglichener zu fühlen und bessere Beziehungen zu führen.

Es ist ein echtes Wundermittel! Und zwar eines, das keinerlei Nebenwirkungen hat.

Doch was hindert die Menschen daran, von diesem Wundermittel Gebrauch zu machen? Obwohl es noch dazu kostenlos und jederzeit frei verfügbar ist?

Hast Du auch wie die meisten Menschen Vorurteile gegenüber Meditation? Das ist schade. Denn Meditieren ist einfacher als Du denkst. Und genauso, wie es Dutzende Yogastile gibt, gibt es nicht DIE Meditation, sondern eine Vielzahl von Meditationsarten und -formen. Ich würde sogar soweit gehen zu behaupten, dass auch für DICH die Passende dabei ist.

Tobias Frank Meditation

Klingt das interessant? Dann lass uns gemeinsam die verbreitetesten Missverständnisse über Meditation aus dem Weg räumen, indem wir sie uns genauer ansehen.

  1. Gedanken sind nichts Schlimmes

Vielleicht das größte Vorurteil. Während ich meditiere, gelingt es mir in den wenigsten Augenblicken, nicht zu denken. Diese wenigen Momente tiefer Glückseligkeit sind nicht der Normalzustand. Normalerweise turnt mein Affengeist (so nennen die Buddhisten den Verstand) im Dschungel meines Kopfes unaufhörlich herum.

Meditation heißt nicht, den Affen umbringen zu wollen. Abgesehen davon, dass das nicht geht, sorgt das nur für Stress und bringt den flinken Gesellen noch mehr auf Touren.

Meditation heißt aufzuhören, mit dem Affen mitzuspielen, indem Du Dich in Deinen Gedanken verlierst und Dir des Vorgangs des Denkens nicht mehr bewusst bist. Sobald es Dir gelingt wahrzunehmen: „Ah, ein Gedanke“, ohne Dich mit dessen Inhalt zu beschäftigen, bist Du zum Beobachter Deines Geistes geworden. Das ist Meditation!

  1. Um zu meditieren, musst Du nicht unbedingt in Stille sitzen

Bereitet Dir die Vorstellung, eine halbe Stunde regungslos auf einem Meditationskissen zu verharren, einen Schweißausbruch und körperliche Angstzustände? Dann habe ich eine gute Nachricht für Dich: Du kannst im Stehen, im Gehen, im Sitzen oder im Liegen meditieren. Genau, Du hast richtig gelesen. Wenn es Dir schwer fällt, auf einem Meditationskissen zu sitzen, kannst Du auch einfach auf einem Stuhl meditieren. Oder Du probierst die Gehmeditation aus.

Lange Zeit habe ich auch geglaubt, dass Meditation heißt, in Stille zu sitzen. Durch meinen Aufenthalt im Osho Meditation Resort in Pune wurde ich eines Besseren belehrt (einen Erfahrungsbericht davon findest Du hier). Insbesondere die aktiven Meditationen wie die Kundalini-Meditation oder die Dynamische Meditation können eine kraftvolle Möglichkeit sein, Stille im Geist zu ermöglichen. Denn sie nutzen Bewegung (z. B. Schütteln, Tanzen oder Springen), um das Nervensystem zur Ruhe zu bringen.

  1. Jede Minute Meditation ist die Zeit wert

Viele Menschen haben nichts gegen Meditation (warum auch?). Sie glauben nur, dass Meditation zu zeitaufwändig sei. Das bedeutet übersetzt, sie halten ihre eigene Zeit für viel zu kostbar, um damit scheinbar „nutzlose“ Dinge anzustellen wie zu meditieren. Dazu möchte ich Dir Folgendes sagen:

Meditation kann so kurz oder lang dauern, wie Du möchtest. Du kannst nur wenige Minuten meditieren oder eine Stunde. Ich bin davon überzeugt, dass fünf achtsame Minuten am Morgen (wenn Du sie Dir täglich nehmen würdest) Dein Leben nachhaltig positiv verändern können, wie Du es Dir wahrscheinlich nicht vorstellen kannst.

Hier einige der Vorteile von Meditation:

  • Abbau von Stress und Muskelspannung
  • höhere Kreativität durch Synchronisation von linker und rechter Hirnhälfte
  • effektiveres Arbeiten und mehr geistige Klarheit
  • Gefühl von Zentriertheit und Ausgeglichenheit
  • bessere Beziehungen
  • emotionale Stabilität
  • weniger Schlafbedürfnis

Vielleicht willst Du angesichts dieser Liste Deine zeitlichen Prioritäten noch einmal überdenken? Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, dass jede Minute, in der Du meditierst, ein Geschenk an Dich selbst ist, das Du niemals bereuen wirst.

  1. Meditation muss nicht immer angenehm sein

Viele Menschen verwechseln die positiven Wirkungen von Meditation, z. B. die Reduktion von Stress oder das zur Ruhe kommen der Gedanken im Geist, mit dem Vorgang des Meditierens selbst. Großer Irrtum!

Manche Menschen, die mit Meditation beginnen, werden zum Beispiel frustriert, sobald sie die eigene Unruhe spüren, negative Gedanken wie Wut oder Schmerz oder das Chaos in ihrem eigenen Kopf wahrnehmen. Und sie denken vielleicht, dass sie irgendetwas „falsch“ machen.

Meditieren muss nicht immer angenehm sein. Es geht lediglich darum, Deinen Geist zu beobachten (siehe Punkt 1). Das bedeutet jedoch nicht, dass Du nicht unruhig sein oder negative Gefühle haben darfst.

Im Gegenteil – das ist ein gutes Zeichen! Wenn es Dir mal genauso geht, sieh es als Fortschritt an. Denn Du bist einen Schritt weiter als viele Menschen. Du bist zum Beobachter geworden und Du nimmst bewusst wahr, was viele Menschen krampfhaft zu unterdrücken versuchen. Fast alle Menschen sind gestresst und haben negative Gefühle. Doch nicht alle trauen sich, sich ihnen zu stellen, und flüchten sich stattdessen in Alkohol, Fernsehkonsum oder andere Aktivitäten.

Meditation erfordert Mut. Denn es ist ein liebevoller Blick in die Schattenseiten Deiner Seele. Indem Du den jetzigen Augenblick voll und ganz wahrnimmst, mit allem was da ist, darf etwas in Dir aufhören zu kämpfen und ein stiller Friede kehrt ein.Meditation Silke

  1. Erwarte nicht, etwas Besonderes zu erfahren

Bitte habe keine besonderen Erwartungen, wenn Du mit Meditation beginnst. Erwarte nicht unbedingt, eine Vision zu haben, bunte Farben zu sehen oder irgendetwas in dieser Art. Manche Menschen erhoffen sich so etwas als Bestätigung dafür, dass Meditation wirkt. Doch Meditation ist unspektakulär.

Vielleicht wirst Du beim ersten Mal gar nichts spüren. Vielleicht braucht es eine Woche oder länger. Lass Dich davon bitte nicht abschrecken. Meditation wirkt und darauf darfst Du vertrauen. Umso besser je regelmäßiger Du meditierst und je weniger Du über die Ergebnisse nachdenkst.

Ungeduld heißt die Krankheit unserer Zeit. Das Internet und die modernen Kommunikationsmittel haben daran einen entscheidenden Anteil. Mit einem Klick auf dem Handy ist die Nachricht sofort beim anderen Menschen. Ein Klick im Internet und morgen steht die bestellte Waschmaschine vor unserer Haustür.

Ähnlich wie sie mit ihrem Finger über das Display ihres iPhones wischen, erwarten Menschen sofortige Ergebnisse, wenn sie anfangen zu meditieren. Doch so funktioniert es nicht: Wenn Du ungeduldig und verkrampft an die Sache herangehst, machst Du Dir das Leben nur unnötig schwer.

Wenn Du anfangen möchtest, zu meditieren, gehe das Ganze bitte entspannt an. Bleib neugierig wie ein Kind, hab keine Erwartungen und freu Dich über alles, was passiert.

  1. Du musst nicht religiös werden

Stören Dich Buddha-Statuen? Hast Du eine Allergie gegen Räucherstäbchen und keine Lust, in eine Glaubensgemeinschaft einzutreten, weil Du bereits aus der Kirche ausgetreten bist?

Keine Angst. Wer meditiert ist noch lange nicht Teil einer Sekte und Du brauchst nichts zu glauben, was Du nicht willst. Wenn Dir jemand etwas anderes erzählen möchte, halte Dich von diesen Leuten fern.

Meditation ist eine sehr kraftvolle Technik, den eigenen Geist zur Ruhe zu bringen. Wenn Dir Esoterik auf den Geist geht, sollte Dich das trotzdem nicht davon abhalten, Meditation zu praktizieren.

Meine ersten Meditationserfahrungen machte ich in einer Gruppe mit einem indischen Guru, die mir nach einiger Zeit sehr suspekt erschien. Ich wandte mich von diesen Leuten ab und machte eine Zeit lang einen großen Bogen um Meditation.

Und wie Steve Jobs entdeckte ich für mich den Zen-Buddhismus und ich liebte das Undogmatische daran und die Tatsache, dass ich nicht irgendetwas glauben musste. So besagt ein Zen-Sprichwort: „Wenn Du einen Buddha triffst, töte ihn“. Ähnlich hat auch Osho zu seinen Anhängern gesprochen.

Meiner Meinung nach zeichnet sich jeder echte Lehrer dadurch aus, dass er es nicht nötig hat, sich zur Projektionsfläche anderer zu machen. Er nötigt dem Schüler nicht seinen Weg auf, sondern ermöglicht es ihm, seinen eigenen Weg zu gehen.

  1. Meditation darf Freude machen

Während Deiner Reise in die Welt der Meditation verliere bitte niemals Deinen Humor. Meditation sollte Dir Freude bereiten und sich nicht wie eine Strafe anfühlen. Du musst Dir keine Auszeit in einer einsamen Höhle nehmen oder Deine Beine in die Lotus-Position zwingen. Du musst auch nicht leiden. Wenn sich irgendetwas unnatürlich hart oder nach Selbstkasteiung für Dich anfühlt, ist das ein gutes Indiz dafür, dass Du vom Weg abgekommen bist.

Letztlich ist Meditation keine Technik, sondern eine Geisteshaltung. Es ist egal, ob Du auf dem Boden oder einem Stuhl ist. Es ist auch egal, für welche Meditationstechnik Du Dich entscheidest. Mit innerer Achtsamkeit kann auch ein Spaziergang in der Natur oder das Abwaschen Deines Geschirrs zur Meditation werden.

Nimm Dich selbst und auch das Meditieren nicht allzu ernst. Mit Zwang oder zu viel innerem Druck wird es nicht besser.

Fazit

Meditieren ist einfach und wahrscheinlich leichter, als Du bislang gedacht hast. Und es lohnt sich!

Steve Jobs hat das für sich persönlich erkannt. Meditation hat ihm das Tor zu seiner Intuition geöffnet, die er als das größte Geschenk ansah. Um andere Menschen zu einem ähnlichen Weg zu inspirieren, ließ er auf seiner Beerdigung das Buch „Autobiographie eines Yogi“ von Paramahamsa Yogananda an seine engsten Freunde verschenken.

Vielleicht wäre es im Sinne des Erfinders von iPhone und iPad, wenn Du Deine elektronischen Geräte häufiger mal zur Seite legen würdest, um Dir Zeit für Meditation zu nehmen.

Reise nach Innen – Silvester-Retreat mit Thai Yoga & Meditation

vom 29.12.2017 bis 1.1.2018, Blaue Mühle, Nideggen – mit Suva Schachner und Tobias Frank

Vier Tage zum Entspannen und Auftanken!

Die Kombination aus Thai Yoga und Meditation hilft dir dabei, Körper, Geist und Seele zur Ruhe zu bringen. Die Rauhnächte und die Jahreswende gelten als magische Zeit und sind besonders geeignet, um loszulassen, was uns nicht mehr dienlich ist. Gleichzeitig helfen dir Meditation und Visionssuche dabei, die Stimme deiner Seele wahrzunehmen. Gemeinsam schaffen wir einen achtsamen Raum, in dem Stille und gleichzeitig Lebendigkeit gelebt werden. Yoga und Bewegung bringen uns Kraft und Freude fürs neue Jahr. Das Seminarhaus „Blaue Mühle“, gelegen in einem Naturschutzgebiet der nördlichen Eifel, ist unser persönlicher Kraftort, zu dem wir dich von Herzen gerne einladen.

Mehr Infos auf: www.reise-nach-innen.thaiyoga.de

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7 Comments

  1. Tobias said:

    Wertvolle Hinweise.
    Immer und für alle Zeiten wichtig.

    Hören wir bloß niemals auf uns alle gegenseitig zu erinnern!

    DANKE!

    15. September 2016
    Reply
  2. Vladimir said:

    Vielen Dank, Tobias.
    Es macht immer wieder Spaß deine Beiträge zu lesen … !!
    Darf ich diesen hier auf meiner FB Seite teilen?
    Herzlich
    Vladimir

    22. August 2016
    Reply
    • Tobias Frank said:

      Dank Dir für das Feedback! Und klar, darfst Du den Beitrag gerne teilen ;-).

      Liebe Grüße,
      Tobias

      25. August 2016
      Reply
  3. Kerstin said:

    Lieber Tobias,

    vielen Dank für deinen Bericht. Es tut sehr gut, einfach wieder an die Dinge, um die es nicht geht erinnert zu werden, dass man weiß, dass es darum nicht geht :-).
    Kerstin

    20. August 2016
    Reply
  4. OLIVIER said:

    Namaste und Danke Tobias!

    12. August 2016
    Reply

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