Montagsliebe: Tipps für einen fröhlich(er)en Wochenstart

Heute ist ein besonderer Montag für mich, denn heute starte ich ganz offiziell in die volle Selbständigkeit. Es ist keiner dieser Montage, an denen ich mir schon das nächste Wochenende herbeisehne. Ich freue mich auf diesen Montag! Aber selbst vor meiner Selbständigkeit konnte ich den meisten Montagen etwas abgewinnen. Aber ich weiß: Bei vielen Menschen zählt der Montag zu den unbeliebtesten Wochentagen.

Sonntagabend-Modus

Dein Geist beginnt unruhiger zu werden. Du hängst auf dem Sofa herum. Lustlosigkeit breitet sich aus. Mit dem Tatort versuchst Du Dich abzulenken. Das Zubettgehen zögerst Du möglichst lange heraus. Dann will das Einschlafen nicht so recht gelingen. Deine Gedanken wandern zum kommenden Morgen. Eine neue, gähnend lange Arbeitswoche liegt vor Dir.

Kommt Dir das bekannt vor? Gehörst Du vielleicht auch zu diesen „Montagmorgen-Menschen“? 

Der Wecker reißt Dich brutal aus dem Land der Träume. Langsam dämmert Dir, dass schon wieder Montag ist. Ein neuer Tag im Büro. Eine gefühlte Unendlichkeit, bis wieder Wochenende ist. Erneut sollst Du mindestens acht Stunden in den Bildschirm starren und auf die Tastatur einhämmern. Aufgaben erledigen, die Dich nerven. Kollegen zuhören, die tagein tagaus über das Gleiche lamentieren. Nach Feierabend warten Einkäufe, Haushalt, Kinder, Partner, Telefonate. Dann geht der Spuk von vorne los.

Du denkst nicht nur einmal: Wann ist endlich Wochenende?!

Das mag etwas überspitzt sein, aber ich kenne tatsächlich viele Menschen in meinem Umfeld, die keine Montagsliebhaber sind; teilweise noch nicht einmal „Unter-der-Woche-Liebhaber“. Unserer kostbaren Lebenszeit gegenüber ist das jedoch sehr unfair!

Montage in Zahlen

Um es ganz deutlich zu machen: Das Jahr 2018 hat 365 Tage. Davon sind 53 Montage. Vielleicht hast Du davon an sechs Montagen Urlaub. Bleiben immer noch 47 Montage übrig, die Du an Deinem Arbeitsplatz verbringst, sofern Du montags arbeitest. Wenn Du dienstags startest, macht es keinen großen Unterschied – denn der Dienstag fühlt sich dann wie ein Montag an.

Jedenfalls macht das laut meinen bescheidenen Rechenkünsten knapp 13 Prozent der gesamten Tage im Jahr aus – was ich für verlässliche Miesepeter-Laune recht üppig finde. Und der Dienstag als zweiter Arbeitstag liegt noch nicht nah genug am nächsten Wochenende als dass er um Längen beliebter wäre. Erst ab Mittwoch beginnt sich gern die Laune zu bessern, weil die Vorfreude aufs nahende Wochenende greifbarer wird.

Wenn wirklich nur das Wochenende und der Urlaub als wertvolle Zeit zählen, ist es richtig schlimm! Aber das kannst Du Dir im Bedarfsfall selbst ausrechnen.

Solltest Du tatsächlich jedem Wochenende entgegenfiebern und die Stunden am Tag abhaken, um möglichst schnell Feierabend machen zu können, dann realisiere: Unser Leben findet jeden Tag statt, nicht nur am Wochenende.

Im Verhältnis würde das bedeuten: Wir beschweren uns, stressen uns, hangeln uns müde und lustlos durch den Tag und das an fünf Tagen pro Woche. An zweien ist es okay. Aber am Sonntagabend hält der Montagsblues bereits Einzug und trübt den zweiten der freien Tage. Die Rechnung ist noch gravierender als die Montagsrechnung von oben.

Tipps für ein besseres Montagsgefühl

Es gibt viele Möglichkeiten aus dieser oft arbeits- und/oder familiär bedingten Unzufriedenheits- und Stressspirale auszubrechen. Aber Du musst es wollen. Natürlich hängt es auch vom Arbeitsumfeld und der persönlichen Konstitution, vom Willen und der Disziplin ab.

Anregungen für einen fröhlich(er)en Start in die Woche:
  • Etabliere ein neues Ritual für Sonntagabend und Montagmorgen, das Dir gut tut. (Tipp: fernsehen entspannt nur vermeintlich)
  • Stehe 10 Minuten früher auf (ja, richtig gelesen!). Husche dafür am Vorabend lieber 15 Minuten eher unter die Bettdecke. Die 10 Minuten am Morgen gehören DIR! Starte so in den Tag, dass er eine faire Chance bekommt, ein schöner zu werden.
  • Lächle Dich selbst im Spiegel an – und zwar nicht nur eine Sekunde! Warum sollen denn immer nur die anderen Dein Lächeln zu sehen bekommen? Außerdem ist erwiesen: Aktivierst Du Deine Lachmuskeln (auch wenn Dir nicht nach Lachen ist), bekommt das Gehirn das Signal, auf gute (oder zumindest bessere) Laune umzuschalten.
  • Manchmal lüftet schon ein variierter Weg zur Arbeit das Hirn und hilft, aus dem ewig gleichen Gedankenmuster auszubrechen.
  • Grüße freundlich jemanden, den Du schon oft morgens im Zug, Bus oder an der Kreuzung gesehen hast. Ihr werdet Euch beide über ein Lächeln am Montagmorgen freuen!
  • Was machst Du normalerweise auf dem Weg zur Arbeit? Im Zug dösen, auf dem Smartphone Nachrichten lesen, Musik hören, ein Buch oder eine Zeitung lesen, auf den Stau schimpfen? Mache einfach mal was anderes und breche aus der Gewohnheit aus!
  • Schaffe Dir etwas, worauf Du Dich am Montag freuen kannst! Ein Spaziergang in der Sonne, ein Lunchdate mit Deiner Lieblingskollegin, ein Feierabendgläschen mit einer lieben Freundin oder einem lieben Freund, Blumen für den Sofatisch, ein Kinobesuch, ein besonderes Abendessen mit der Familie oder oder …
  • Bring Dich in Bewegung! Egal welche Sportart Du für Dich wählst: Spätestens nach 10 Minuten Bewegung (trotz vorheriger Bocklosigkeit oder Müdigkeit), kommt Deine Laune auf Trab. Das Gute: Du willst mehr davon!

Wenn Du tatsächlich tagtäglich von Deinem Job genervt bist und überhaupt keinen Antrieb mehr hast, frage Dich: Woran liegt es? Kannst Du etwas an Deiner Einstellung ändern? Ein Gespräch suchen, um die Situation zu ändern? Wende das Motto „Leave it. Change it. Accept it.“ an. Alles andere macht Dich kaputt und Dein Umfeld auf die Dauer auch!

Wenn sich der Zustand für Dich nicht ändern lässt, ist es möglicherweise an der Zeit, Dir etwas anderes zu suchen. Steve Jobs kann da ein echtes Vorbild sein. Er wollte nicht zu viele Tage hintereinander in den Spiegel schauen, nur um festzustellen, dass er auf einem völlig falschen Gleis gelandet ist. Schau Dir mal seine legendäre Rede an der Standford Universität im Internet an, das ist durchaus inspirierend.

Die Liste der Anregungen ließe sich endlos ausbauen. Wenn Du noch einen Tipp für gute Montagslaune hast: immer her damit!

Und in dem Sinne: Bring dem Montag Liebe entgegen und wertschätze Deine eigene Lebenszeit!

(Beitragsbild: © David Mao|unsplash.com)

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