Gut, besser, am besten: Willkommen 2016

Wie war eigentlich mein Jahr 2015? Wenn ich ehrlich sein soll, habe ich mich das höchstens mal am Rande gefragt. Zumindest stand die Frage nicht wirklich im Raum, bis ich dieses Buch in Händen hielt: „Erfüllter und erfolgreicher leben – Mein bestes Jahr 2016“ – das Life & Work-Book speziell für die Frau. Das Buch möchte dazu animieren zu leben und leben zu lassen – aber sich nicht leben zu lassen!

Das Life & Work-Book im Überblick

Ganz klar: Um das eigene Jahr zum besten zu machen, ist einiges an „Arbeit“ gefragt. Allerdings im positiven Sinne. Denn diese Form von Arbeit macht Spaß!

Es geht darum, Feinheiten in den eigenen Interessen und Bedürfnissen herauszufiltern, um das nächste Jahr zum eigenen besten 2016 zu machen. Die Autorinnen Susanne Pillokat-Tangen und Nicole Frenken haben sich viele anregende Fragen und Aufgaben überlegt, die zum Nach-, Um- und Weiterdenken einladen. Damit sich alles festigen darf und das Unterbewusstsein auf Erfolg getrimmt wird, gibt es bei jeder Aufgabe Felder zum Reinschreiben.

Blogparade_Meinbestesjahr 2016_Foto2 Innenseiten

Das Buch dient als persönlicher Kompass. Für weitere Inspiration sorgen diverse Berichte über Powerfrauen, die ihren Weg gefunden haben. Darunter ist z. B. Gesundheitsexpertin Hannah Frey, deren Blog „Projekt gesund leben“ ich selbst gern lese, oder Julia von Dreusche und Anke Carduck mit ihrem Mainzer Eisladen „N’Eis„. Da ich in Mainz arbeite, kam ich schon öfter in den Genuss von ihren leckeren Eiskreationen.

Anlass Blogparade

Anlass für diesen Artikel ist meine Teilnahme an der Blogparade „Mein bestes Jahr – Endlich Zeit für meine Herzensthemen“ zu ebenjenem Buch.

Aufhänger für den Artikel ist meine persönliche Rückschau – angeregt durch ein paar Aufgaben aus dem Buch, die ich Dir hier exklusiv zum Download bereitstellen darf.

Lernerfahrungen

Meinen Blog Lebensflow kann ich mit Fug und Recht zur größten Lernerfahrung dieses Jahres zählen. Nach monatelangen mehr oder weniger intensiven Überlegungen und Vorbereitungen habe ich ihn aus der Taufe gehoben. Es ist ein absolutes Herzensprojekt, hinter dem ganz viel Spaß und Leidenschaft stecken. Aber so ein Blog kann auch „trügerisch“ sein: Ungefiltert macht er mir klar, dass ich so Vieles nicht weiß und er zeigt mir gnadenlos meine Grenzen auf.

Ein riesiges Lernfeld beim Bloggen, in inhaltlichen Fragen wie im persönlichen Umgang damit, ist für mich die Technik – die mich, wenn etwas nicht so funktioniert wie ich es „erwarte“, in den Wahnsinn treibt, mich dazu animiert, den ganzen Blog einzustampfen und mir den letzten Nerv raubt. Hier ist ganz viel Geduld gefragt, Vertrauen und Selbstbewusstsein. Geduld, bis das Problem behoben ist. Vertrauen darin, dass es eine Lösung gibt. Und das Selbstbewusstsein, um Hilfe zu bitten.

Lebendigkeit

Es gab in diesem Jahr viele Momente, in denen ich mich richtig lebendig gefühlt habe. Sie hatten meist etwas damit zu tun, dass ich ohne Zeitdruck einer Tätigkeit nachgehen konnte, die mir Spaß macht. Zum Beispiel Paletten zersägen, schleifen und anstreichen, um neue Möbel entstehen zu lassen.

Der fantastische Sommer hat mir außerdem viele „lebendige“ Momente im Freien beschert – wenn ich z. B. abends lange am Strand sitzen konnte und entweder mit einem lieben Menschen über das Leben philosophieren oder meine Gedanken friedlich schweifen lassen durfte.

Dünengras

2015 war reich an tollen Menschen, mit denen ich anregende Gespräche führen durfte und die meinen Blick auf die Welt erfrischen. Menschen, mit denen ich lachen und weinen konnte. Menschen, die mich beflügeln und von denen ich glücklich bin, dass sie in mein Leben getreten sind – und hoffentlich noch ganz lange bleiben!

Lebendig habe ich mich auch in vielen Yogaklassen gefühlt, die ich in 2015 unterrichten durfte. Selbst wenn ich mal müde oder etwas lustlos in die Klasse ging, kam ich immer zufrieden und aufgetankt wieder heraus.

Besonders lebendig haben sich meine Stegklassen angefühlt. Das Wetter hat uns mehrere traumhafte Morgene beschert, die wir mit Yoga zelebrieren durften. Die Atmosphäre am Hafen war eine ganz eigene: friedlich, lebendig, klar.

Talente

Wer spricht schon gern öffentlich über seine eigenen Stärken? Mir fällt es schwer. Aber, ich habe mich ja mit der Frage beschäftigt und meine, eine Antwort gefunden zu haben. Wenn ich hier am Beispiel des Blogs bleibe, kommen sicherlich zwei Stärken zusammen, ohne die ich dieses Herzensprojekt neben meinem Hauptjob und dem Yogaunterricht nicht stemmen könnte: Organisationsstärke und Freude an der Sprache.

Fazit

Mit diesem Artikel endet nicht etwa meine Auseinandersetzung mit diesem liebevoll aufbereiteten Buch, sondern sie geht jetzt erst richtig los. Allerdings für mich im Stillen. Vermutlich auf meinem Lese-Lieblingsplatz.

Lesesessel

Die beiden Autorinnen haben sich mit dem Life & Work-Book einen Wunsch erfüllt. Jede Frage, jede Zeile, der Aufbau und die Gestaltung des Buches zeugen von der Freude an ihrem Vorhaben.

Dennoch muss ich zugeben, dass die jüngsten Ereignisse in der Welt mein Vertrauen darin, dass alles „bestens“ wird, wieder ins Wanken gebracht haben. Wie kann mein Jahr 2016 das beste werden, wenn es scheint als würde die Welt um mich herum aus den Angeln gehoben werden?

Ich denke, was wir definitiv tun können für ein gutes Jahr (für uns alle!), ist im Kleinen anzufangen: uns gegenseitig respektieren, uns zuhören, uns unterstützen, uns offen und liebevoll begegnen, ohne Vorurteile und zu schnelle Bewertungen, dem nachgehen, wofür unser Herz schlägt und was unsere innere Bestimmung ist. Wenn wir ein solches Verhalten (vor-)leben und mit tiefer Freude das ausführen, was aus unserem Inneren kommt, strahlen wir Frieden aus – und vielleicht, verbunden mit ganz viel Hoffnung und Vertrauen, verbreitet er sich …

Buchcover_Meinbestesjahr2016Buchangaben

Susanne Pillokat-Tangen / Nicole Frenken

Erfüllter und erfolgreicher leben – Mein bestes Jahr 2016 (Life & Work-Book)

ISBN: 978-3-00-050441-9

€ 19,90

Im Rahmen der Blogparade erscheinen heute außerdem die Artikel von Lissiana auf Lissianna schreibt und Martina auf delicious design.

Morgen teilen Lisa auf Room of Faancy, Christine auf ways to happiness und Bärbel auf Hierfindichwas ihre Gedanken.

 

 

8 Comments

  1. Julia said:

    Hallo Silke,
    ich war letztes Jahr an einem Punkt, an dem ich wirklich nicht mehr wusste, ob ich weitermachen will. Mit allem. Mit dem Job, dem allgemeinen Zustand, dem ganzen Leben. Schon 2014 habe ich als das schlimmste Jahr bisher abgestempelt… dann kam 2015. Der Coach meines Freundes fragte mich, welches EINE Wort ich für das letzte Jahr finden würde. Das einzige, was mir in den Sinn kam, war: Katastrophe. Und das war erschreckend, denn auch nach mehrmaligen Überlegungen, es blieb dabei. Mit Burnout, Ausstieg aus dem Job als Architektin und Ewigkeiten in Therapie und unter Tabletten habe ich nur noch gedacht, dass sich endlich alles ändern muss.
    Ich habe gemerkt, dass mein Blog das ist, was mich glücklich macht und dass ich endlich meine Fähigkeiten anders einsetzen möchte. Aus diesem Grund, und weil mein Freund ja sein Business-Coaching macht, habe ich den Companion entwickelt. Ein Arbeitsbuch, so ähnlich wie das, das du hast. Darin setzt man sich auch große Jahresziele und unterteilt sie in machbare und überschaubare Häppchen. – Ich habe dabei sehr viel aus dem Coaching von meinem Freund und meinem eigenen vom letzten Jahr mit in das Buch gebracht. Es geht vor allem auch darum, sich nicht ZU VIELE Aufgaben auf die täglichen To-Do-Listen zu setzen. Fokus ist alles.

    Vielen Dank für deinen Beitrag,
    ich werde einige Inspirationen mitnehmen 🙂
    Julia

    15. Februar 2016
    Reply
    • Vielen Dank für Deine ehrlichen Zeilen, liebe Julia. Es freut mich sehr, dass Du (wieder) Deine Erfüllung gefunden hast! Was den Fokus angeht, bin ich völlig bei Dir. Ich übe das selbst täglich – immer wieder … Ich wünsche Dir für Deinen Blog alles Gute und sonst natürlich auch 🙂 Alles Liebe, Silke

      15. Februar 2016
      Reply
  2. Bärbel said:

    Liebe Silke,
    Dein Artikel ist wunderschön geschrieben und macht mich auch sehr nachdenklich. Es ist schwer zu beschreiben. Einerseits leben wir unser Leben und freuen uns auf lebendige Momente – glückliche Momente. Andererseits ist jetzt gerade eine Zeit der Unsicherheit. Wie wird es nach Paris weitergehen? Ich stimme Dir absolut zu, dass wir im Kleinen auch unseren Beitrag leisten können, diese Welt friedlicher und liebevoller zu gestalten.
    Liebe Grüße
    Bärbel

    7. Dezember 2015
    Reply
    • Liebe Bärbel, ich danke Dir sehr für Deine lieben Zeilen! Ja, es ist schwer zu beschreiben …

      7. Dezember 2015
      Reply
  3. Martina said:

    Liebe Silke,

    vielen Dank für diesen schönen Artikel! Deine Worte darüber, was wir alle tun können, damit trotz allem ein wirklich gutes Jahr vor uns liegt, haben mich sehr berührt. Genauso sehe ich das auch und trotzdem fühle ich mich angesichts der aktuellen Ereignisse oft so machtlos und unvermögend. Genau das ist aber die (Denk-)Falle. Umgekehrt ist es richtig: Wenn jeder einzelne in seinem (kleinen) Einflussbereich das lebt, was Du beschreibst, ist das sehr, sehr machtvoll!

    Schade, dass ich soweit weg wohne, Deine Stegklassen wären genau das Richtige für mich :-).

    Liebe Grüße, Martina

    25. November 2015
    Reply
    • Ganz herzlichen Dank, liebe Martina, für Deine Zeilen! Mir geht es genauso wie Dir. Aber sich dem Gefühl der Machtlosigkeit hingeben, kommt für mich auch nicht infrage. An manchen Tagen wird das besser gehen als an anderen. Wenn ich das Ganze betrachte, fühle ich mich erschlagen. Es ist viel zu „groß“. Also können wir nur in unserem Umfeld beginnen. Auch wenn sich das im Vergleich zum Ganzen viel zu wenig anfühlt; in unserem kleinen Rahmen ist es eine Menge!
      Vielleicht bist Du im Sommer ja mal in der Gegend und kannst zum Stegyoga kommen 🙂

      26. November 2015
      Reply
  4. Susanne said:

    Liebe Silke,

    Du sprichst mir mit so vielem aus der Seele. Vor allem auch mit dem Punkt, der uns seit dem 13. November und den Ereignissen in Paris beschäftigen. Ich finde es wunderbar, wie Du in Deinem Artikel erklärst, warum es dennoch Sinn macht. Vielen Dank!

    24. November 2015
    Reply
    • Dankeschön für Deine lieben Zeilen, liebe Susanne!

      24. November 2015
      Reply

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