Schlafzimmer: die richtige Einrichtung für einen guten Schlaf

Das Schlafzimmer kommt bei der Einrichtung oft etwas zu kurz. Anders als bei den anderen Räume im Haus ist es wichtig, das Schlafzimmer als Raum der Ruhe und Entspannung einzurichten – DIE Voraussetzung für einen guten Schlaf. Als Refugium für Geist und Seele soll es von den Sorgen des Alltags und von Stress befreien. Zu einem gesunden, erholsamen Schlaf tragen nicht nur die passende Temperatur und eine gute Belüftung bei, sondern auch die richtige Einrichtung.

Lage, Möbel und Accessoires für einen gesunden Schlaf

Für Menschen mit sensiblem Schlaf spielt oft schon die Lage des Schlafzimmers eine Rolle. Es sollte sich im abgelegensten Teil der Wohnung befinden, abseits der Straße und nicht in der Nähe stark frequentierter Bereiche im Haus. Auf keinen Fall sollte es sich um ein Durchgangszimmer handeln.

Das Bett sollte an der Wand stehen. Ideal ist ein Platz seitlich gegenüber dem Eingang. Das gewährt Sicherheit, da du potenzielle Eindringlinge im Blick hast. Das Kopfende sollte sich nicht neben der Tür befinden, damit du nicht von Geräuschen aus dem Flur gestört wirst.

Eine Einrichtung aus Naturholz bringt Ruhe ins Schlafzimmer. Beruhigend können auch Bilder mit Strand- und Meermotiven oder sanfte Landschaften wirken.

Gut gebettet

Angesichts der Tatsache, dass der Mensch ein Drittel seines Lebens „verschläft“ und dass die Matratze einige Jahre halten soll, kommt es auf eine sorgfältige Auswahl an. Lass dich gut beraten. Nackenstützkissen können helfen, Verspannungen im Bereich der Nacken- und Halswirbelsäule zu vermeiden.

Ablenkungsfreier Schlaf

In der Regel befinden sich im Schlafzimmer Kleiderschränke. Du solltest für Ordnung in den Schränken und Regalen sorgen und sie regelmäßig ausmisten. Das macht nicht nur die Schränke, sondern auch deine Seele freier und leichter. Offene Fächer wie Regale schaffen Unruhe und können den Schlaf stören. Besser sind geschlossene Schränke, Kommoden und Nachttische.

Hast du ausreichend Platz in deinem Schlafzimmer, solltest du auf den Stauraum unter dem Bett verzichten, da die Matratze sonst nicht genügend belüftet wird. Außerdem bettest du dich auf Chaos, was nicht schlaffördernd ist. Kannst du auf diesen Stauraum nicht verzichten, verwende am besten Bettkästen, die blickdicht sind und genügend Abstand zur Matratze haben.

Das Schlafzimmer sollte im Idealfall nur zum Schlafen oder für die schönste Nebensache der Welt dienen. Hast du wenig Platz in deiner Wohnung, solltest du überlegen, wie du eine Leseecke, einen Schreibtisch oder Dinge für dein Hobby ins Schlafzimmer integrieren kannst, ohne dass sie den Schlaf stören. Grundsätzlich solltest du nur positiv behaftete Dinge im Schlafzimmer unterbringen. Was nichts mit Schlaf zu tun hat, aber dennoch seinen Platz im Schlafzimmer finden muss, solltest du hinter verschlossenen Türen oder Vorhängen verstauen. Auf diese Weise gönnst du deinen Sinnen Ordnung und sie können sich viel besser entspannen.

Es kostet zwar etwas Disziplin, täglich Ordnung zu schaffen, doch mit der Zeit gewöhnst du dich daran. So verhinderst du, dass sich Kleiderberge oder andere Dinge im Schlafzimmer anhäufen.

Was nicht ins Schlafzimmer gehört

Für einen gesunden, erholsamen Schlaf solltest du bestimmte Dinge nicht im Schlafzimmer platzieren bzw. sie entfernen. Ein Fernseher kann aufwühlen, für Unruhe sorgen und beim Einschlafen stören – das gilt sowohl für das blaue Licht als auch für die Inhalte. Themen aus aufregenden Filmen nehmen viele Menschen unbewusst mit in den Schlaf. Auch LED- oder Standby-Anzeigen sind dafür bekannt, den Schlaf zu stören. Sensible Menschen können negativ auf die hochfrequenten Strahlen des Fernsehers reagieren. Sie können die Gehirnaktivität beeinflussen und das Immunsystem schwächen. Das gilt auch für Smartphones. Für beste Schlafvoraussetzungen sorgst du, wenn du jegliche elektrischen und strahlenden Geräte aus dem Schlafzimmer verbannst.

Textilien, die den Schlaf fördern

Ein wichtiges Thema ist die Verdunkelung, besonders in den kurzen Sommernächten. Die Vorhänge sollten den Fensterbereich großzügig überdecken. Mit Textilien kannst du für eine Wohlfühlatmosphäre im Schlafzimmer sorgen. Teppiche, Gardinen, Kissen und Tagesdecken wirken schalldämpfend. Du solltest statt wilden und akzentreichen Mustern unifarbene Stoffe oder sanfte Motive wählen. Pastellfarben, aber auch Weiß und Hellgrau eignen sich gut. Die Bettwäsche sollte nicht zu bunt sein. Auch für die Möbel und die Wandgestaltung sind sanfte, helle Farben sinnvoll. Blautöne wirken beruhigend, doch werden sie häufig als kühl empfunden. Milde Grüntöne oder helles Apricot sorgen für Behaglichkeit.

Pflanzen fürs Schlafzimmer

Für das Schlafzimmer eignen sich großblättrige Grünpflanzen, da sie Schadstoffe aus der Luft filtern können. Sie geben Sauerstoff in die Raumluft und sorgen für Feuchtigkeit. Aloe Vera ist eine der wenigen Pflanzen, die auch nachts Sauerstoff an die Raumluft abgibt. Eine effektive Luftreinigung ist mit Birkenfeige, Efeu und Einblatt möglich. Mit ihrem schönen Duft sollen Gardenien den Schlaf fördern. Aber Duft im Schlafzimmer ist natürlich nicht jedermanns Sache.

Die ideale Beleuchtung

Auf helles Raumlicht solltest du nicht verzichten. Zusätzlich hilft gedämpftes Licht am Bett, zur Ruhe zu kommen. Die Lichtfarbe sollte warm sein und bei ca. 2.700 Kelvin liegen. Gut geeignet ist indirektes, blendfreies Licht hinter der Kommode oder unter dem Bett. Angenehm ist warmes, nicht zu helles Licht. Musst du früher aufstehen, verhindert ein kleines Licht mit Bewegungsmelder in der Steckdose, dass andere aufgeweckt werden.

Diese Tipps sowie weitere Aspekte rund um das Thema Schlaf gibt es im kostenlosen Ratgeber E-Book Schlafen Sie gut!“.

(Beitragsbild: © unsplash.com|Christopher Jolly)

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